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Forschung

Die Titanwurz (Amorphophallus titanum) bietet mit der grössten Blüte des Pflanzenreichs ein einzigartiges Schauspiel. Der Blühprozess ist nur sehr selten und für wenige Tage zu beobachten und stösst auf ein enormes Publikumsinteresse. Im Forschungsprojekt Tangible Virtual Models wird ein virtuelles 3D-Modell dieser Pflanze entwickelt um die Möglichkeiten der didaktischen Vermittlung zu untersuchen.

Wissenschaftliche Modelle

Lehrmodelle haben sich seit jeher in der Vermittlung von Wissen bewährt. Sie stellen ausgewählte Merkmale deutlich lesbar und räumlich dar und können je nach Vorwissen und Interesse der Betrachter individuell untersucht werden.

Das digitale Modell

In Tangible Virtual Models sollen anhand der Titanwurz die didaktischen Qualitäten von wissenschaftlichen Modellen in ein digitales Modell überführt werden. Durch einen optimierten Aufbau lässt es sich in Echtzeit animieren und manipulieren.

Berühren und begreifen

Das Wort «tangible» auf Englisch bedeutet sowohl «berührbar» als auch «begreifbar». Genau das soll in Tangible Virtual Models den Besucher/innen der Installation ermöglicht werden. Das überlebensgrosse Blumenmodell kann intuitiv und ohne sichtbare Geräte manipuliert und betrachtet werden.

Gebert Rüf Stiftung

Das Projekt wird zu einem Grossteil aus dem Handlungsfeld «Scientainment» der Gebert Rüf Stiftung finanziert. Das bisher wichtigste Projekt dieses Handlungsfelds ist «Wissen in 20 Minuten», eine Wissenschafts-Doppelseite, die jeden Freitag in der Gratiszeitung «20 Minuten» erscheint. Tangible Virtual Models soll an dieser Idee einer hochqualitativen, innovativen und unterhaltsamen Wissenschaftsvermittlung für das grosse Publikum anknüpfen. Auf der offiziellen Projektseite der Gebert Rüf Stiftung sind nochmals alle Eckdaten und Hintergrundinformationen zu Tangible Virtual Models aufgeführt.

Ludic Game Development

In Zusammenarbeit mit der Firma Ludic, die von einem ZHdK-Absolventen gegründet wurde, soll das digitale Modell der Titanwurz interaktiv erfahrbar gemacht werden. Das geschieht anhand des Leap Motion Controllers (Bild links), eines 3D-Sensors für den Computer, das eine interaktive Bedienung mit den eigenen Händen im 3D-Raum erlaubt.

Museum für Gestaltung Zürich

Die Installation wird in der Ausstellung «Welten bauen» im Museum für Gestaltung Zürich gezeigt (15. Juli 2016 bis 8. Januar 2017).

Scientainment

Ziel des Projekts Tangible Virtual Models ist, im Sinne von «Scientainment» wissenschaftliche Inhalte modern und unterhaltsam an ein sehr breites Publikum zu bringen. Die Medien, die entstehen, sollen durch das Internet breit gestreut werden, um das Interesse für die Pflanze, das Modell und Botanik im Allgemeinen zu wecken.

Der Leuchtturm

So gross wie die Blume der Titanwurz muss auch die Strahlkraft von Tangible Virtual Models sein. Daher sollen während der Blühphase an publikumsintensiven Orten wie der Hauptbahnhof Zürich Videos gezeigt werden, die ein breites Publikum auf das Projekt aufmerksam machen.

Papiliorama und Cast / Audiovisual Media

Das einzige Schweizer Exemplar der Titanwurz, ursprünglich aus Basel, ist dieses Jahr im Papiliorama in Kerzers zu Besuch. Sie wird genau während der Ausstellung von Tangible Virtual Models blühen. In Kooperation mit der Fachrichtung Cast / Audiovisual Media der ZHdK soll während des Blühereignisses 2016 ein Livestream eingerichtet werden, der während der Ausstellung den Fortschritt der Blütenentwicklung zeigt. Während der zwei Tage des «Blüh-Höhepunkts» sollen zudem Interviews von Besucher/innen gesendet werden, um Reaktionen zum Erlebnis und Geruch der Blume zu vermitteln.

Kooperationspartner

Dr. Heinz Schneider, Dozent und Kustos der Pflanzensammlungen; Botanischer Garten der Universität Basel – botgarten.unibas.ch

Andres Janser, Kurator; Museum für Gestaltung Zürich – museum-gestaltung.ch

Reto Spoerri, Game-Entwickler und Geschäftsführer der Ludic GmbH – ludic.ch

Simon Tschachtli, 3D-Designer; Atelier Tschachtli – tschachtli.net

Prof. Dr. Martin Zimper, Leiter der Fachrichtung Cast / Audiovisual Media an der Zürcher Hochschule der Künste – cast.zhdk.ch

Marc David Nathmann, Dozent in der Fachrichtung Cast /Audiovisual Media für Kamera und Livestream – cast.zhdk.ch

Gebert Rüf Stiftung – grstiftung.ch

Termine

Tangible Virtual Models wird 2016 an zwei Ausstellungen inklusive Rahmenprogramm zu erleben sein.

Diplomausstellung des Departement Design

Tangible Virtual Models wird im Rahmen der jährlichen Diplomausstellung zum ersten Mal ausgestellt.

ZHdK, Toni-Areal, 9.–19. Juni 2016

Ausstellung «Welten bauen»

In der Ausstellung des Museum für Gestaltung Zürich wird Tangible Virtual Models zeitgleich mit dem Blühereignis der Titanwurz und dem Livestream gezeigt.

Museum für Gestaltung – Schaudepot, Toni-Areal, 15. Juli 2016 bis 22. Januar 2017

Symposium «Wissenschafliche Modelle»

Als Ergänzung zur Ausstellung im Museum für Gestaltung veranstaltet die Fachrichtung Knowledge Visualization ein Symposium zum Thema Modelle.

Alessandro Holler über das Titanwurz-Projekt
Durch intuitive Gesten kann das virtuelle Modell der Titanwurz zum Wachsen und Blühen gebracht werden.
Durch intuitive Gesten kann das virtuelle Modell der Titanwurz zum Wachsen und Blühen gebracht werden.
Der Visualisierung liegt ein sehr detailliertes 3D-Modell zugrunde. Ausschnitt aus der Bachelorarbeit von Alessandro Holler (2015).
Der Visualisierung liegt ein sehr detailliertes 3D-Modell zugrunde. Ausschnitt aus der Bachelorarbeit von Alessandro Holler (2015).
Durch einfaches Zeigen mit dem Finger können weitere Informationen abgerufen werden.
Durch einfaches Zeigen mit dem Finger können weitere Informationen abgerufen werden.