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Studium

Das sechssemestrige Bachelorstudium Scientific Visualization vermittelt grundlegende Kompetenzen für die Visualisierung wissenschaftlicher Sachverhalte. Die Ausbildung umfasst sowohl konzeptionelle als auch gestalterische und handwerkliche Aspekte und beinhaltet den Einsatz analoger wie digitaler Medien. In enger Zusammenarbeit mit Fachexperten und -expertinnen sowie Institutionen verschiedener Wissenschaftsbereiche entwickeln die Studierenden gestalterisch herausragende Lösungen im Bereich der visuellen Wissensvermittlung.

Der Aufbau des Curriculums ermöglicht den Studierenden, unterschiedlichste Techniken an konkreten Fragestellungen der Wissenskommunikation zu erproben. Im Grundstudium steht zunächst die Aneignung realistisch-illusionistischer Darstellungstechniken und unterschiedlicher Medien im Vordergrund. Dabei kommt dem Zeichnen als Schule des Sehens eine besondere Stellung zu.

Gemeinsam mit den Dozierenden arbeiten die Studierenden im zweiten und dritten Studienjahr an visuellen Lösungen für aktuelle Vermittlungsfragen und setzen sich mit gestalterischen und ästhetischen Kriterien der Wissensvermittlung auseinander. Unsere praxisnah angelegten Unterrichtsprojekte erlauben eine enge Zusammenarbeit mit Fachleuten unterschiedlicher Wissenschaftsinstitutionen und Unternehmen. Die Studierenden lernen, den wissenschaftlichen Befund zu erklären und überzeugend zu vermitteln. Es besteht zudem die Möglichkeit, sich innerhalb eines Wissensgebietes zu spezialisieren.

Beobachtung

Dem Aufbau und der Vertiefung der handwerklich-technischen Fähigkeiten wird während des Studiums besondere Beachtung geschenkt. Durch das kontinuierliche Arbeiten nach der Beobachtung lernen die Studierenden, Raum, Licht, Farbe, Struktur und Material präzise umzusetzen, und entwickeln gleichzeitig ihr Verständnis von Verdichtung und Abstraktion als Basis der illusionistischen Darstellungsweise.

Methode und Prozess

Im Entwurfsprozess wird der differenzierte Einsatz inhaltlicher, gestalterischer und ästhetischer Kriterien durchgespielt und reflektiert. Die Fähigkeit zur kritischen Reflexion der eigenen Kompetenzen, des geplanten Vorgehens sowie der gewählten Methoden und Medien ist Voraussetzung, um komplexe Zusammenhänge für bestimmte Vermittlungssituationen in geeignete und treffende Bilder übersetzen zu können.

Experiment

In der Erweiterung des Wissensbildes um bewegte und interaktive Elemente liegt ein grosses Potenzial für überraschende didaktische Strategien, ungewohnte Sehweisen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Studienvertiefungen.

Medien

Die Kombination analoger und digitaler Techniken erzeugt eine dynamische Wechselwirkung im Entwurfsprozess und begünstigt eine experimentelle und ergebnisoffene – manchmal auch risikofreudige – Herangehensweise, welche immer neue Möglichkeiten der Vermittlung hervorbringt.

Konzeption und Vermittlung

Ein kluges Konzept ist entscheidend für den Erfolg der visuellen Wissensvermittlung. Gerade in der Zielsetzung, auf aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen aufmerksam zu machen, muss ein Projekt nicht nur gestalterisch, sondern auch durch konzeptionelle Qualitäten überzeugen. Die Übersetzung des Inhalts in ein Vermittlungskonzept im persönlichen Kontakt mit den Expertinnen und Experten der Partnerinstitutionen erlaubt den Studierenden, den Dialog mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen in der Rolle der Auftraggebenden zu erproben.