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Studium

Ästhetik, Präzision, Emotion.

Die visuelle Vermittlung von Wissen spielt eine tragende Rolle für öffentliche Diskurse und prägt damit gesellschaftspolitische Entwicklungen entscheidend mit. Wissenschaftliche Erkenntnis für verschiedenste Zielgruppen zugänglich und attraktiv zu gestalten ist eine der wichtigsten Aufgabe für Designer:innen.
Wissenschaftliche Illustrator:innen visualisieren abstraktes Wissen und komplexe Sachverhalte. Inhaltliche Präzision, die differenzierte Ästhetik der visuellen Sprache und ein gekonnter Umgang mit didaktischen Bildstrategien kennzeichnen die Philosophie der Fachrichtung Knowledge Visualization.

Bilder sprechen lassen

Das Bachelorstudium Scientific Visualization bietet die gestalterischen, konzeptionellen und theoretischen Grundlagen für die spezialisierte Berufsbefähigung auf dem Gebiet der Wissenschaftlichen Visualisierung an und erschliesst den Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten, Kontexten und Partnern.
Das Studium fokussiert im ersten Studienjahr das räumlich-illusionistische Darstellen mit unterschiedlichen analogen und digitalen Mitteln. Zeichnerische und malerische Fähigkeiten bilden die Basis zur Bildgestaltung und schulen das Auge und die handwerkliche Präzision zu schulen.
Durch das vertiefte Arbeiten nach der Beobachtung lernen die Studierenden, Raum, Licht, Farbe, Struktur und Material präzise umzusetzen und entwickeln gleichzeitig ein Verständnis von Verdichtung und Abstraktion als Basis der naturalistischen Darstellungsweise.

«In der Farbenlehre und den Untersuchungen zum Thema Licht und Schatten gingen mir neue Welten auf.» Silvana Dettmann, BA 2020

Kluge Köpfe, starke Bilder

Im weiteren Verlauf des Studiums setzen sich die Studierenden mit gestalterischen und ästhetischen Kriterien der Wissensvermittlung auseinander. Sie lernen, den wissenschaftlichen Befund zu erklären und überzeugend zu vermitteln. Konkrete Projekte aus der Praxis dienen als Fallstudien für das Erproben von Konzepten. Im direkten Kontakt mit wissenschaftlichen Fachexperten:innen und Institutionen aus dem Netzwerk der Fachrichtung setzen die Studierenden – gemeinsam mit den Dozierenden – gestalterische Lösungen für aktuelle Fragestellungen aus der Wissensvermittlung um.

«Ein persönliches Highlight war für mich der enge Austausch mit den Wissenschaftler:innen und die Möglichkeit, einen Einblick in ihre Arbeitsweise zu bekommen.» Tina Schwendener, BA 2020

Bildstark für die Wissenschaft

Im dritten Studienjahr gilt die Auseinandersetzung der Übersetzung eines komplexen Inhalts in ein Vermittlungskonzept in den Bereichen Scientainment – der Verbindung von Unterhaltung und Wissensvermittlung – und Science 2 Science, dem Einsatz der bildlichen Kommunikation als Werkzeug für die wissenschaftliche Forschung.
Ein kluges Konzept ist entscheidend für den Erfolg der visuellen Wissensvermittlung und erfordert eine kritische Reflexion des geplanten Vorgehens. Zum Einsatz kommt das gesamte Repertoire der angeeigneten Methoden und Medien – bewegte und interaktive Elemente, die Kombination analoger und digitaler Techniken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Studienvertiefungen bieten ein grosses Potenzial für ungewohnte Sehweisen und zur Entwicklung überraschender didaktischer Strategien.
Für den Bachelor-Abschluss erarbeiten die Studierenden im Dialog mit gestalterischen und wissenschaftlichen Mentor:innen ein eigenes, frei gewähltes und selbstständig umgesetztes Thema. Mit dem Referenzprojekt schärfen sie ihr Portfolio und ihr individuelles Profil nach ihren Stärken und Interessen, die Kooperation erlaubt ihnen, ein ersten Netzwerk an Kontakten aufzubauen.

«Durch das Studium habe ich gemerkt, wie vielfältig der Beruf des Illustrators/der Illustratorin ist. Ich konnte innerhalb der Module meine persönlichen Interessen verfolgen und eigene Arbeitsweisen entwickeln.» Jana Laux, BA 2020

«Unscheinbar, grossartig, selten» Der Mitteleuropäische Halbtrockenrasen im Botanischen Garten Bern. So unspektakulär und trocken dieser Lebensraum erscheinen mag: die Pflanzen, die dort anspruchslos und unscheinbar gedeihen, sind ein wichtiger Teil der botanischen Vielfalt. Nina Schwarz, BA-Diplome 2020
«Unscheinbar, grossartig, selten» Der Mitteleuropäische Halbtrockenrasen im Botanischen Garten Bern. So unspektakulär und trocken dieser Lebensraum erscheinen mag: die Pflanzen, die dort anspruchslos und unscheinbar gedeihen, sind ein wichtiger Teil der botanischen Vielfalt. Nina Schwarz, BA-Diplome 2020
Im alljährlich stattfindenden zweiwöchigen Studienaufenthalt in Langwies (GR) reflektieren die Studierenden des 3. Semesters Komposition und Bildkonzeption und vertiefen so ihre Erkenntnisse der Bildgestaltung. Theorie und Methoden der Abstraktion bilden dafür wichtige Grundlagen. Die Ölmalerei steht dabei im Zentrum.
Im alljährlich stattfindenden zweiwöchigen Studienaufenthalt in Langwies (GR) reflektieren die Studierenden des 3. Semesters Komposition und Bildkonzeption und vertiefen so ihre Erkenntnisse der Bildgestaltung. Theorie und Methoden der Abstraktion bilden dafür wichtige Grundlagen. Die Ölmalerei steht dabei im Zentrum.
«Gyri, Sulci et Arteriae» Digitale Visualisierungen sind aus der Neurochirurgie nicht mehr wegzudenken. Bilder, 3D-Modelle und andere digitale Daten werden in den Operations-Prozess eingebettet, um diesen zu optimieren und ihn präziser und sicherer zu gestalten. Das Bild zeigt eine operative Situation an einem Hirn-Aneurysma. Alen Guberinic, BA-Diplome 2021
«Gyri, Sulci et Arteriae» Digitale Visualisierungen sind aus der Neurochirurgie nicht mehr wegzudenken. Bilder, 3D-Modelle und andere digitale Daten werden in den Operations-Prozess eingebettet, um diesen zu optimieren und ihn präziser und sicherer zu gestalten. Das Bild zeigt eine operative Situation an einem Hirn-Aneurysma. Alen Guberinic, BA-Diplome 2021
«Heute geht er auf zwei Beinen» Rekonstruktionen ausgestorbener Tiere wie Dinosaurier beruhen auf wissenschaftlichen Fakten, die sich mit der Zeit durch neue Erkenntnisse verändern. Seit seiner Entdeckung im Jahre 1834 haben Paläontologen Plateosaurus in verschiedenen Gangarten rekonstruiert. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass er auf zwei Beinen ging. Wie er sich bewegte, wurde bislang nicht visualisiert. Lea Schellenberg, BA-Diplome 2020
«Heute geht er auf zwei Beinen» Rekonstruktionen ausgestorbener Tiere wie Dinosaurier beruhen auf wissenschaftlichen Fakten, die sich mit der Zeit durch neue Erkenntnisse verändern. Seit seiner Entdeckung im Jahre 1834 haben Paläontologen Plateosaurus in verschiedenen Gangarten rekonstruiert. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass er auf zwei Beinen ging. Wie er sich bewegte, wurde bislang nicht visualisiert. Lea Schellenberg, BA-Diplome 2020
Studierende der Fachrichtung Knowledge Visualization berichten aus ihrem Studium.