Jubiläums-Talks – Das Wissensbild als Teil des archäologischen Prozesses

Das Wissensbild als Teil des archäologischen Prozesses
Beat Eberschweiler, Thomas Reitmaier und David Schürch im Gespräch mit Ulrike Meyer Stump
Donnerstag, 26. November 2026
18:00–19:00 Uhr
Raum 4.K15, Toni-ArealDie Archäologie gehört zu den ältesten Kooperationsfeldern unserer Fachrichtung. Wissenschaftliche Zeichnungen und Visualisierungen dienen dabei längst nicht mehr nur der Dokumentation von Funden, sondern sind Teil eines vielschichtigen Prozesses, in dem archäologische Erkenntnisse dokumentiert, interpretiert und vermittelt werden.
Für diesen Jubiläums-Talk treffen drei Perspektiven aus unterschiedlichen Bereichen der Archäologie und Visualisierung aufeinander: Beat Eberschweiler leitet seit 2006 als Kantonsarchäologe und kantonaler Denkmalpfleger die Abteilung Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich. Als promovierter Prähistoriker ist er auf Feuchtboden- und Unterwasserarchäologie spezialisiert und hat die Erforschung prähistorischer Pfahlbauten in der Schweiz massgeblich mitgeprägt. Thomas Reitmaier ist seit 2012 Kantonsarchäologe von Graubünden und leitet den Archäologischen Dienst Graubünden. Als Ur- und Frühhistoriker beschäftigt er sich insbesondere mit der Archäologie des alpinen Raums, der historischen Besiedlung und Mobilität sowie prähistorischen Siedlungslandschaften. David Schürch studierte Scientific Visualization (BA) und Erkenntnis-Visualisierung (MA) an der ZHdK. Nach seinem Studium arbeitete er als archäologischer Zeichner und Ausgräber bei der Kantonsarchäologie Aargau und gründete 2013 die Visualisierungsagentur ikonaut. Seit 2015 ist er als Dozent für Archäologische Visualisierung und visuelle Wissensvermittlung an der ZHdK tätig.
Im Gespräch mit Ulrike Meyer Stump geht es um das Wissensbild in der Archäologie und um die unterschiedlichen Perspektiven auf seine Entstehung und Verwendung. Welche Rolle spielen Zeichnung und Visualisierung in der archäologischen Arbeit? Wie haben sich die Methoden über die vergangenen Jahrzehnte verändert – und was bedeutet das für die Zusammenarbeit zwischen Archäologie und Gestaltung?