Jubiläums-Talks – Wald, Schnee und Landschaft: Forschen und erzählen

Wald, Schnee und Landschaft: Forschen und erzählen
Kurt Bollmann und Lena Hochhuth im Gespräch mit Thomas Schärer
Donnerstag, 5. November 2026
18:00–19:00 Uhr
Raum 4.K15, Toni-ArealDie Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL erforscht und beobachtet die Entwicklung von Landschaften und der Biodiversität. Dazu gehören die Untersuchung von Lebensräumen und Arten bis zu den Auswirkungen von Klimawandel und Landnutzung und die Erarbeitung von Grundlagen für den praktischen Naturschutz.
Die WSL ist seit vielen Jahren eine Kooperationspartnerin unserer Fachrichtung. Denn die Erforschung der Natur geht immer auch mit der Frage einher, wie sich komplexe Zusammenhänge vermitteln und erzählen lassen. Veränderungen von Lebensräumen, das Verhalten von Tieren oder die Folgen des Klimawandels brauchen Bilder, die nicht nur Informationen vermitteln, sondern auch einen emotionalen Zugang schaffen. Für unsere Studierenden und Alumni eröffnet sich damit ein vielfältiges Feld zwischen Umeltforschung und erzählerischer Gestaltung.
Für diesen Jubiläums-Talk treffen zwei Perspektiven aufeinander: Kurt Bollmann ist Senior Scientist und ehemaliger Gruppenleiter der Forschungseinheit Biodiversität und Naturschutzbiologie der WSL. Er erforscht unter anderem die Beziehungen zwischen Lebensräumen und Arten sowie die Auswirkungen von Klima- und Landnutzungswandel auf die Biodiversität. Dabei verbindet er Feldbeobachtungen mit Fernerkundung, räumlichen Modellen und genetischen Analysen.
Lena Hochhuth schloss 2025 ihr Studium an der ZHdK mit der Bachelorarbeit «Schmelzende Spuren – Schneehasen in einer Welt ohne Winter» ab. Die in Kooperation mit der WSL entstandene Animation thematisiert die Auswirkungen des Klimawandels auf den Schneehasen und seine Lebensräume und übersetzt aktuelle Forschungsergebnisse in eine poetische, visuelle Erzählung. Heute arbeitet Lena als Illustratorin und Animatorin in Basel in der Trickfilm & Illustration Kooperative TRIKO. Ihr Schwerpunkt liegt auf 2D-Animations- und Erklärfilmen für Museen und wissenschaftliche Institutionen.
Im Gespräch mit Thomas Schärer geht es um die unterschiedlichen Wege, wie aus Forschung verständliche und eindrückliche Bilder werden: Was braucht es, um wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur korrekt, sondern auch zugänglich und erzählerisch zu vermitteln? Wie verändern neue visuelle Technologien die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Gestaltung? Und wie können Bilder dazu beitragen, eine emotionale Verbindung zu Landschaft, Biodiversität und den Veränderungen unserer Umwelt herzustellen?