Jubiläums-Talks – Remembering Bondo – oder wie die Malerei mein Schaffen beeinflusst

Remembering Bondo – oder wie die Malerei mein Schaffen beeinflusst
Anita Dettwiler und Monica Märchy im Gespräch mit Niklaus Heeb
Donnerstag, 15. Oktober 2026
18:15–19:15 Uhr
Raum 7.E02, Oblichtsaal, Toni-ArealEine der längsten Traditionen an der ZHdK sind die Malwochen im Spätsommer. Ursprünglich an der damaligen Kunstgewerbeschule Disziplinübergreifend angeboten, fanden sie bis 2013 in der Bündner Ortschaft Bondo im Bergell statt. Ganze Alumni-Generationen erinnern sich – Die Landschaft und besondere Atmosphäre des Bergells boten einen im wahrsten Sinne des Wortes «malerischen» Ort für die intensive Auseinandersetzung mit der Bildgestaltung. Die Malwochen wurden für viele Studierende zum Schauplatz von malerischen Durchbrüchen, aber auch von Frust, Leidenschaft und gemeinsamen Erfahrungen.
Für diesen Jubiläums-Talk verbinden wir die Gesprächsrunde mit der jährlichen Werkschau unserer Studierenden, die gerade von den diesjährigen Malwochen in Cumpadials in der Surselva zurückgekehrt sind. Zu Gast sind zwei Gestalterinnen, die seit ihrer eigenen Studienzeit eine besondere Verbindung zur Malerei haben.
Anita Dettwiler ist seit vielen Jahren Dozentin für Bildgestaltung in der Fachrichtung Knowledge Visualization. Von Objektstudien bis zu Kompositionsübungen vermittelt sie den Studierenden ein breites Spektrum malerischer Techniken und Herangehensweisen. Die Malwochen bilden dabei einen besonderen Höhepunkt ihrer Lehre. Sie begleitet zudem zahlreiche BA-Projekte und prägt die Ausbildung in unserer Fachrichtung seit vielen Jahren.
Monica Märchy schloss ihr Studium 1990 ab und arbeitet heute als Designerin in Zürich. Als Mitgründerin von Studio Roth&Maerchy, heute Studio Way, hat sie zahlreiche grafische Projekte vorwiegend für die Kulturbranche gestaltet. Seit einigen Jahren ist die Malerei ein wichtiger Teil ihres persönlichen Schaffens – auch wenn sie nicht im Zentrum ihrer beruflichen Tätigkeit als Designerin steht. Sie versteht das Malen als eigenständige, sinnstiftende Praxis, die ihre Art zu sehen und zu gestalten bis heute beeinflusst.
Im Gespräch mit Niklaus Heeb erzählen Anita und Monica von ihren Erinnerungen an die Malwochen und davon, was die intensive Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Beobachtung für ihr eigenes Schaffen bedeutet. Gemeinsam fragen wir nach der gestalterischen Kraft der Malerei und danach, was von dieser Erfahrung über Generationen hinweg weitergegeben wird.
Begleitet wird das Gespräch von den Arbeiten der diesjährigen Studierenden. Bilder, bei denen die Farbe gerade erst getrocknet ist!