

Spuren, die bleiben
Jeden Tag werden in der Schweiz mehrere Fälle sexualisierter Gewalt angezeigt. Die Dunkelziffer ungemeldeter Fälle ist vermutlich deutlich höher, und nur ein Bruchteil der Betroffenen holt sich medizinische oder rechtliche Unterstützung. Dabei ist es entscheidend, innerhalb von 72 Stunden zu handeln, da nur in dieser Zeit wichtige Spuren gesichert werden können, die bei einer Anzeige eine entscheidende Rolle spielen.
Ein interaktives Scrollytelling verbindet Illustration, Animation und Text und vermittelt das Angebot des Pilotprojekts Forensic Nurses. Es zeigt, wie Betroffene selbstbestimmt handeln können, ohne direkt rechtliche Schritte einleiten zu müssen.
Das Format «Scrollytelling» ermöglicht eine individuelle und immersive Leseerfahrung. Die gewählte Bildsprache vermittelt das Thema sensibel und zugleich erzählerisch. Grundlage dafür bilden Gespräche mit Fachpersonen und Betroffenen sowie die kritische Auseinandersetzung mit Abläufen im medizinischen und forensischen Kontext.
Die Arbeit entstand in Kooperation mit dem Institut für Forensische Medizin der Universität Zürich und dem Aufsuchenden Dienst Forensic Nurses. Ziel war es, das Unterstützungsangebot sowohl Betroffenen als auch Fachpersonen im Gesundheitswesen näherzubringen.
Chantal Clay
BA-Diplome 2026
www.chantalclay.com
chantalmclay@gmail.com
@chantal_portfolio
Mentorat: Karin Seiler, Michael Stünzi
Kooperation: Dr. med. Eva Meixner, Dominice Hänni, Marina Vollenweider
Universität Zürich, Institut für Rechtsmedizin, Aufsuchender Dienst Forensic Nurses (ADFN)