

Zur ökologischen Relevanz natürlicher Dunkelheit
Nächte werden zunehmend heller. Künstliche Beleuchtung verändert die Nachtlandschaft und damit grundlegende ökologische Bedingungen. Besonders betroffen sind nachtaktive Insekten, deren Verhalten, Orientierung und Lebensräume durch Lichtverschmutzung stark beeinflusst werden. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) untersuchte in einem langjährigen Feldforschungsprojekt die Auswirkungen von künstlichem Licht auf Insekten.
Die handgezeichnete Plakatserie umfasst fünf Szenen und zeigt den Übergang von stark beleuchteten, problematischen Zuständen zu dunkleren, funktionierenden Lebensräumen. Zunächst werden die negativen Folgen von Lichtverschmutzung wie Anziehung, Erschöpfung, Desorientierung und Fortpflanzungsstörungen dargestellt, anschliessend der Übergang zu dunkleren Lebensräumen, in denen Insekten wieder fressen, sich fortpflanzen und zur Bestäubung beitragen.
Die Serie zeigt Lichtverschmutzung als vernetzten Eingriff ins Ökosystem, bei dem bereits kleine Veränderungen grosse Auswirkungen haben können, und vermittelt die Faszination für Insekten sowie ihre ökologische Relevanz. Sie klärt auf und sensibilisiert für die Bedeutung natürlicher Dunkelheit als schützenswerten Lebensraum und dafür, wie Dunkelheit selbst wieder zum Lichtblick werden kann.
Glenn Hope Fischli
BA-Diplome 2026
glennhopeheidi@gmail.com
@glennhopefischli
Mentorat: Karin Seiler
Kooperation: PD Dr. Janine Bolliger, Dr. Nicola Van Koppenhagen
Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, WSL