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Science2Science: Forschungsprozesse im Design

Im Curriculum von Scientific Visualization bildet das Konzept von «Science2Science» den Gegenpol zu «Scientainment», der populärwissenschaftlichen Darstellung für ein breites Publikum. Science2Science setzt das Scientific Visualization in einen Wissenschaftskontext, wobei sich drei Schwerpunkte definieren lassen:

  1. Bildproduktion für den Austausch zwischen Wissenschaftler:innen
  2. Das Konzept des epistemischen Bildes, das die Erzeugung von neuem Wissen während der Bildproduktion anstrebt und sich dadurch in den wissenschaftlichen Forschungsprozess eingliedert
  3. Positionierung von Scientific Visualization als eigene Wissenschaft («Science»), die anhand von Design-Forschungsmethoden die eigenen Prozesse entwickelt und verifiziert.

In dieser Durchführung von Science2Science durften die Studierenden mit Julian Altrichter von der Universität Innsbruck kooperieren, der an der Problematik der invasiven Quagga-Muschel am Bodensee forscht. Ausgehend vom naturwissenschaftlichen Inhalt haben die Studierenden eigene – gestalterische – Fragestellungen entwickelt, um ein selbst gewähltes Thema anhand von Experimenten zu behandeln. So enstanden z. B. Bildstrategien, um Neobiota neutral und nicht als «Täter» darzustellen; Methoden zur Visualisierung von Mengenverhältnissen im ökologischen Ausbreitungsprozess; oder Gestaltungsmerkmale von geografischen Karten untersucht. Die Studierenden konnten im sehr kleinen Rahmen eines Unterrichtsmoduls anhand von Umfragen und Vergleichen bereits eigene Forschungsergebnisse generieren, die sie in der Gruppe und der Fachrichtung austauschen konnten.

BA Scientific Visualization
Unterrichtsprojekte 2020

Dozent: Alessandro Holler
Assistenz: Noemi Chow

Kooperation: Julian Altrichter, Universität Innsbruck

In der rechten Spalte befindet sich eine Auswahl der Studierendenarbeiten: Es sind sowohl einzelne Visualisierungen als auch Science Posters, die im Modul als Zusammenfassung der Arbeiten während Abschlusspräsentation gedient haben.

Alen Guberinic: Hypothetische Aufarbeitung von Tiefenmessdaten des Bodensees, um das Potenzial der visuellen Verknüpfung von Messdaten aufzuzeigen.
Alen Guberinic: Hypothetische Aufarbeitung von Tiefenmessdaten des Bodensees, um das Potenzial der visuellen Verknüpfung von Messdaten aufzuzeigen.
Selina Bachmann: «Wie können die Faktoren für die Ausbreitung der Quaggamuschel in einer Infografik anthropogen, jedoch ohne negative Konnotation dargestellt werden?»
Selina Bachmann: «Wie können die Faktoren für die Ausbreitung der Quaggamuschel in einer Infografik anthropogen, jedoch ohne negative Konnotation dargestellt werden?»
Science-Plakat von Selina Bachmann
Science-Plakat von Selina Bachmann
Laura Cincera: «Wie lässt sich ein zeitlicher Verlauf in statischen Karten/Darstellungen visualisieren?»
Laura Cincera: «Wie lässt sich ein zeitlicher Verlauf in statischen Karten/Darstellungen visualisieren?»
Liliane Gschwend: «Welche Bildsprachen eigenen sich für gesamtübersichtliche Abläufe in Infografiken?»
Liliane Gschwend: «Welche Bildsprachen eigenen sich für gesamtübersichtliche Abläufe in Infografiken?»
Science-Plakat von Liliane Gschwend. In einer Umfrage hat sie die Bildwirkung hinsichtlich Dringlichkeit und Einprägbarkeit anhand von zwei Varianten – illustrativ und schematisch – verglichen.
Science-Plakat von Liliane Gschwend. In einer Umfrage hat sie die Bildwirkung hinsichtlich Dringlichkeit und Einprägbarkeit anhand von zwei Varianten – illustrativ und schematisch – verglichen.
Anna-Lea Krieg: «Wie kann die Kettenreaktion an Auswirkungen, welche beim Einführen einer Neobiota ausgelöst wird, anhand des Beispiels der Quaggamuschel in einer Prozess-Infografik dargestellt werden?»
Anna-Lea Krieg: «Wie kann die Kettenreaktion an Auswirkungen, welche beim Einführen einer Neobiota ausgelöst wird, anhand des Beispiels der Quaggamuschel in einer Prozess-Infografik dargestellt werden?»