Das virtuelle Modell in der Archäologie – Dorisches Gebälk
Oliver Bruderer
2020 / 3D-Rendering
Die MA-Diplomarbeit von Oliver Bruderer zeigt, wie gestalterische Praxis aktiv in Forschungsprozesse integriert werden kann. Sie nutzt Gestaltung und insbesondere digitale 3D-Modelle nicht nur als Darstellungsmedium, sondern als eigenständiges Werkzeug der Erkenntnisgewinnung. Durch das Modellieren können Hypothesen sichtbar, überprüfbar und iterativ weiterentwickelt werden – der Entwurfsprozess wird so selbst Teil der Forschung.
Modelle dienen dazu, komplexe Zusammenhänge – etwa räumliche oder historische Strukturen – nachvollziehbar zu machen und neue Perspektiven auf bestehende Fragestellungen zu eröffnen. Die gestalterische Ausarbeitung ist dabei eng mit wissenschaftlichen Fragestellungen verknüpft und trägt wesentlich zur Analyse und Vermittlung der Inhalte bei.
Als Designer im Feld der Archäologie übernimmt Oliver Bruderer damit eine vermittelnde Funktion zwischen Disziplinen und agiert in seiner Tätigkeit, die sowohl Forschung als auch Lehre umfasst, als Brückenbauer zwischen gestalterischem Denken und wissenschaftlicher Methodik. Dieser interdisziplinäre Ansatz zeigt, wie visuelle und materielle Praktiken nicht nur ergänzend wirken, sondern aktiv zur Generierung von Wissen beitragen.
Diese Master Diplomarbeit entstand in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen archäologischen Schule in Griechenland ESAG und dem Fachbereich Klassische Archäologie der Universität Zürich.




