Verborgenes entfalten – Eine Entdeckungsreise im Naturmuseum
Lea Gredig
2016 / Bleistift
Die Arbeit „Verborgenes entfalten – Eine Entdeckungsreise im Naturmuseum“ (2016) von Lea Gredig nutzt die Bleistiftzeichnung als zentrales Medium, um Tierverhalten nicht als statisches Bild, sondern als Abfolge von Handlungen und Bewegungen darzustellen. Anstatt isolierte Momente festzuhalten, wird das Verhalten in Sequenzen gedacht und dargestellt, wodurch eine narrative Struktur entsteht, die das Verständnis vertieft.
Besonders hervorzuheben ist die Rolle der Skizze als Methode: Die Zeichnung wird nicht als Vorstufe eines fertigen Bildes verstanden, sondern als eigenständiges Erkenntnisinstrument, das in der Verbindung von Beobachtung, Analyse und narrativer Verdichtung zu einem zentralen Werkzeug der Wissensvermittlung wird. Offenheit und Reduktion ermöglichen eine andere Form von Genauigkeit, die sich weniger an fotografischer Exaktheit orientiert, sondern an der präzisen Erfassung von Bewegung, Verhalten und Zusammenhang.
Im Kontext des Museums erweitert diese Darstellungsform klassische Ausstellungsformate um eine künstlerische Wahrnehmungsebene. Die Arbeit entstand in Kooperation mit dem Bündner Naturmuseum Chur.
Hier geht es zum Buch Mäusephilosophie von Lea Gredig.




