Phycodurus eques – Ein bemerkenswerter Meeresbewohner
Miriam Winteregg
2005 / Mischtechnik
Um eine besonders immersive Bildwirkung zu erzeugen, setzt Miriam Winteregg in ihrer Arbeit "Phycodurus eques – Ein bemerkenswerter Meeresbewohner" (2005) für dieses Bild eine atmosphärische Darstellungsweise ein, die beim Betrachten ein Gefühl des „Eintauchens“ in die Unterwasserwelt erzeugt. Die Grenzen zwischen präziser Beobachtung und künstlerischer Interpretation verschwimmen dabei bewusst, wodurch ein neuer Zugang zum dargestellten Lebewesen entsteht.
Im Zentrum steht weniger eine rein sachliche Abbildung als vielmehr die Erfahrung seiner Erscheinung aus einer subjektiven Perspektive, die es ermöglicht, den Meeresbewohner nicht nur zu sehen, sondern ihn in seinem Lebensraum visuell nachzuempfinden. Dieser Ansatz zeigt, wie visuelle Gestaltung gezielt eingesetzt werden kann, um Wahrnehmung zu lenken und Verständnis zu vertiefen.
Das ästhetische Erleben trägt dazu bei, komplexe oder fremde Lebenswelten zugänglicher zu machen – ein seit den 1990er-Jahren wichtiges Prinzip der visuellen Wissensvermittlung für den Bereich Knowledge Visualization.
Hier geht es zum Interview mit Miriam Winteregg.




