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Retrodeformation

Rekonstruktion der Halswirbelsäule von Galeamopus pabsti

Die Hälse von Langhalsdinosauriern, insbesondere von Diplodociden, sind in ihrer extremen Ausdehnung durch die Anzahl Wirbel und deren Länge, sowie deren Pneumatisierung eigenartig und faszinierend. Leider sind sie nur selten gut erhalten. Eine Rekonstruktion zeigt die Wirbel in ihrer ursprünglichen, natürlichen Form.

Fossilien werden im Gegensatz zur gängigen Meinung nur selten vollständig und zusammenhängend gefunden. Das Holotyp-Exemplar von Galeamopus pabsti, SMA 0011, ist erstaunlich gut erhalten und besteht aus Material von allen Körperteilen ausser dem Schwanz. Es wurde in 150 Millionen Jahre altem Gestein der Morrison Formation in Wyoming, USA, gefunden. Die dreizehn erhaltenen Wirbel der Halswirbelsäule, Atlas bis Halswirbel 10 sowie die drei hintersten Halswirbel, wurden teilweise artikuliert gefunden, wobei alle Wirbel stark deformiert sind und mindestens ein Element, zwischen Wirbel 10 und 12, fehlt. Die vorderen und hinteren Wirbel sind seitlich zusammengepresst, während die mittleren Elemente nicht nur auf der Vertikalachse zerdrückt, sondern noch zusätzlich durch Scherkräfte stark verformt sind.

Oliver Demuth
BA-Diplome 2017

Kooperationspartner:

Dr. Emanuel Tschopp 1, 2, 3
Dr. Stephan Lautenschlager 4, 5
Dr. Heinrich Mallison 6

1 Dipartimento di Scienze della Terra, Università di Torino, Torino, Italy

2 GeoBioTec, Faculdade de Ciencia e Tecnologia, Universidade Nova de Lisboa, Caparica, Portugal
3 Museu da Lourinhã, Lourinhã, Portugal

4 School of Earth Sciences, University of Bristol, Bristol, UK
5 School of Geography, Earth and Environmental Sciences, University of Birmingham, Birmingham, UK
6 Palaeo3D, Pöttmes, Deutschland

Gestalterisches Mentorat: David Schürch